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Leistungsaufbau, langfristiger (Freiwasserschwimmen)
Leistungsaufbau des Freiwasserschwimmers, langfristiger, während das Freiwasserschwimmen in der Vergangenheit vorwiegend von ehemaligen „Beckenschwimmern“ repräsentiert wurde, versucht man mit zunehmender Profilierung (besonders durch die Aufnahme der 10 km in das Olympische Programm) über einen langfristigen trainingsmethodischen Aufbau Sportler an die Spitze zu führen. Nachfolgend sind Trainingsumfänge im Aufbau-, Anschluss- und Hochleistungstraining dargestellt. Bemerkenswert ist die…
Leistungsauffälligkeit
Leistungsauffälligkeit (achievement remarkableness), durch überdurchschnittliche Leistungen unter Gleichaltrigen Aufmerksamkeit erlangen. Leistungsauffälligkeit taugt als Talentkriterium nur unzureichend, da die Leistung im Kindesalter nicht 1 zu 1 (linear) auf das Erwachsenenalter übertragen werden kann. Analysen der Leistungsentwicklung im Schwimmen (Rudolph, 2009) zeigen, dass viele der besten 12 und 13-Jährigen nicht in den A/B-Kader (→Leistungskader) des Dachverbandes gelangen.…
Leistungsausprägung
Leistungsausprägung (performance development; tapering), neudeutsch Tapering , eigenständiger Mesozyklus im Rahmen einer UWV von - je nach Leistungsziel und Trainingszustand - vier Wochen (Sprinter) bis eine Woche (Langstreckler). Vorauszusetzen ist ein sehr hohes Niveau der Basisleistungen nach einer „Phase des Aufbaus“ (Tschiene, 1999), insbesondere der Grundlagenausdauer, die über Intensivierung bei deutlicher Reduzierung des Belastungsumfanges in…
Leistungsbereitschaft
Leistungsbereitschaft (performance readiness), „Grundhaltung gegenüber leistungsbezogenen Anforderungen als wesentliche (innere) Leistungsvoraussetzung“ (Schnabel, 2003). Die Leistungsbereitschaft beruht als komplexe Verhaltensdisposition (→Verhalten) auf der Gerichtetheit des Sportlers, d.h. seiner Einstellung, dem Anspruchsniveau und ist stark von den äußeren Leistungsvoraussetzungen geprägt (Würdigung der Leistung = Belohnung, Vorbildrolle der Erzieher). So gelingt es dem amerikanischen Sportsystem wesentlich besser, das…
Leistungsdiagnostik
Leistungsdiagnostik (performance diagnostics), „Erfassung und Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien und Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichsten personalen Leistungsvoraussetzungen“ (Schnabel et al. 2003). Dank fortschrittlicher Technologie und einfacher Implementierung werden heute mehr Informationen über Sportler erfasst als je zuvor. In Sportarten wie Fußball, Rugby…
Leistungsdiagnostik, dezentrale
Leistungsdiagnostik, dezentrale (performance diagnostics, de-centralized), Durchführung der Leistungsdiagnostik im Verein oder Stützpunkt, zumeist in Verantwortung der Olympiastützpunkte.
Leistungsdiagnostik, komplexe (KLD)
Leistungsdiagnostik, komplexe (KLD) (performance diagnostics, complex), Leistungsdiagnostik, die versucht die gesamte Leistungsstruktur einer Sportart zu erfassen und auf der interdisziplinären Kooperation zwischen Trainingsmethodiker, Biomechaniker, Sportmediziner und Sportpsychologen fußt. Die Ergebnisse der KLD sind nur im Zusammenhang mit der Wettkampfanalyse und der Trainingsdokumentation zur Trainingssteuerung optimal für die Trainingspraxis nutzbar. Dabei sollte der „Drang nach Komplexität“…
Leistungsdiagnostik, zentrale
Leistungsdiagnostik, zentrale (performance diagnostics, centralized), Durchführung der Leistungsdiagnostik für Kadersportler unter Verantwortung des Dach- oder Landesverbandes an zentralen, dafür qualifizierten Einrichtungen (z.B. OSP, Bundesstützpunkt, Landesleistungszentrum). Der DSV führt pro Trainingsjahr zwei bis drei zentrale KLD durch, die für A-C-Kader verbindlich sind und in Hamburg, Leipzig und Heidelberg (Jugend) durchgeführt werden. Die zentrale Leistungsdiagnostik sollte zu…
Leistungsdruck
Leistungsdruck (pressure to perform), Ergebniserwartung durch Einfluss von außen (Eltern, Trainer, Lehrer, Medien usw.), die bei zu großer Differenz zu den Möglichkeiten des Sportlers (Kindes, Schülers), diese Erwartungen zu realisieren, zu Stress und zu psychosomatischen Störungen führen kann. Viele Eltern streben in der Erziehung ihrer Kinder einen Perfektionismus an, der sich mehr auf die Erziehungsaufgabe als…
Leistungsentwicklung, sportliche
Leistungsentwicklung, sportliche (athletic progress), Entwicklungsprozess der sportlichen Leistungen einzelner Schwimmer (→Entwicklungsraten, Bestzeiten usw.) oder von Mannschaften (→Länderwertung) bzw. Disziplinen (→Bestenlisten). Die Leistungsentwicklung ist ein Ausdruck der Effektivität von Trainingssystemen und –methoden und zugleich das entscheidende Argument bei der Bewilligung von Fördermitteln (→Fördermitteln). Sie ist aber immer im Kontext zu den Entwicklungsetappen der Kinder und Jugendlichen zu…
Leistungserwartung
Leistungserwartung (performance expectation), als Ziel formuliertes Handlungsergebnis (→Wettkampf, →Test, Serienzeiten usw.) mit Antriebsfunktion. Die Leistungserwartung ist zugleich Grundlage der Bewertung der erzielten Resultate und damit von Erfolg oder Misserfolg. Eine wichtige Voraussetzung realer und anspruchsvoller Leistungserwartung ist, dass der Sportler sein Leistungsvermögen ebenso realistisch einschätzen kann wie Begebenheiten des zu erwartenden Wettkampfes/Tests oder das Leistungsniveau…
Leistungsfähigkeit, aerobe
Leistungsfähigkeit, aerobe (aerobic performance ability) →Kapazität, aerobe
Leistungsfähigkeit, anaerobe
Leistungsfähigkeit, anaerobe (anaerobic performance ability) →Kapazität, anaerobe
Leistungsfähigkeit, energetische
Leistungsfähigkeit, energetische (energy efficiency), →Kondition, physische Leistungsfähigkeit als Komplex der kardiopulmonalen und energetischen Leistungsfähigkeit. Letztere wird im Sport repräsentiert durch die konditionellen Fähigkeiten (Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit, verschiedentlich wird Beweglichkeit mit hinzugezählt). Unter physiologischem Aspekt die Summe der maximalen Umsatzraten (→Energieumsatz) der einzelnen energieliefernden Systeme. →Kapazität, →Wirkungsgrad, →Proteinumsatz
Leistungsfähigkeit, motorische
Leistungsfähigkeit, motorische (motor fitness; motor performance ability), Komplex motorischer Fähigkeiten und Bewegungsfertigkeiten, die von intellektuellen sowie weiteren psychischen Fähigkeiten und Verhaltensweisen (→Leistungsbereitschaft) beeinflusst werden. Die motorische Leistungsfähigkeit entwickelt sich abhängig von Alter, Geschlecht und Umfeld. So sind große Unterschiede zwischen Kindern aus sozial schwachen und sozial starken Regionen nachgewiesen worden (Prätorius & Milani, 2004; Starker…
Leistungsfähigkeit, sportliche
Leistungsfähigkeit, sportliche (sport performance ability), Gesamtheit der personellen Voraussetzungen zur Erreichung sportlicher Leistungen in ihrer Ausprägung und Struktur (Schnabel et al. 2003), die auch als innere Leistungsvoraussetzungen noch einmal nach ihren physischen und psychischen Komponenten unterschieden werden. Deren Komplexität ist zu beachten, wenn die individuelle Höchstleistung erreicht werden soll. Zur Struktur der sportlichen Leistungsfähigkeit (→Leistungsstruktur)…
Leistungsfaktor
Leistungsfaktor (performance factor), in der Elektrotechnik das Verhältnis vom Betrag der Wirkleistung zur Scheinleistung; im Sport ein Bestandteil der sportlichen Leistungsfähigkeit, die in der sportlichen Bewegungshandlung mit anderen Leistungsfaktoren strukturell verbunden ist (→Leistungsstruktur). Dazu zählen endogene Faktoren wie psychisch-moralische, taktische, technisch - koordinative, konditionelle, konstitutionelle und exogene Faktoren wie Geräte und Ausrüstungen. Die Begriffe Leistungsfaktor…
Leistungsgrenze
Leistungsgrenze (performance limit), häufig gebrauchter Begriff in der Gesellschaft (z.B. Obergrenze bei Aufnahme von Flüchtlingen), speziell in der Wirtschaft (Grenzen von Kapazitäten und Ressourcen) und vor allem beim einzelnen Individuum. Körperliche Leistungen werden besonders durch die Bereitstellung der für die Muskelarbeit anfallenden Energie begrenzt Die Leistungsgrenze des Sportlers ist durch die genetisch festgelegte Adaptationskapazität und…
Leistungskader
Leistungskader (elite squad), Sportler, der aufgrund der Erfüllung von zumeist altersgebundenen Normzeiten (→Kadernorm) einer bestimmten Kadergruppe zugeordnet wird (→Kadersystem). Die bisherige Zuordnung der Athleten in A-Kader, B-Kader, C-Kader, DC-Kader, S-Kader wurde durch den DOSB mit dem 01.01.2018 abgelöst (Quelle s.u.). Alle Kaderathleten der jeweiligen Spitzenverbände werden einer einheit-lichen Kaderstruktur zugeordnet Olympiakader (OK) =Athleten, die sich…
Leistungskomponente
Leistungskomponente (performance component), Teilleistung, Merkmal oder →Kennwert einer komplexen sportlichen Handlung, die in ihrer Wechselwirkung die Leistung charakterisieren und ermöglichen (Schnabel & Thieß, 1993, S.538). Bei Schnabel sind Leistungskomponenten, Leistungsfaktoren und Leistungsvoraussetzungen bestimmende Elemente der Leistungsstruktur (Schnabel et al.2008, S.45). Grosser et al. (1986, S.43) verweisen auf das Prinzip der optimalen Relation der Entwicklung der…