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Körpervolumen

Körpervolumen (body volume), Körperdichte (→Dichte)  

Körperwahrnehmung

Körperwahrnehmung (body perception), bewusstes Erleben körperlich-seelisch-geistiger Zusammenhänge („Körpersinn“), das uns über Masseverteilung, Schwerpunkt und Balance, die Wirkung bestimmter Kräfte informiert. Grundlage ist das Vermögen, den eigenen Körper (vorwiegend visuell) abzumessen, besser „erleben“ zu können (→Körperschema). Der Körpersinn ist kein eigenes Organ, sondern stützt sich auf die fünf klassischen Sinne Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten…

Körperzusammensetzung

Körperzusammensetzung (body composition), relativer Anteil von Fett, Muskeln, Knochen und weiteren Geweben am Gesamtkörper, wobei man sich in der Sportmedizin zumeist auf Körperfett und fettfreie Körpermasse beschränkt. Die Erfassung ist heutzutage mit einer Vielzahl von Methoden möglich. Dabei hat sich die Bestimmung mittels der Bioelektrischen Impedanz-Analyse (BIA) als einfache, nicht-invasive (nicht- eindringende), reproduzierbare und kostengünstige…

Korrektur

Korrektur (correction) →Fehlerkorrektur (hier auf Technikfehler bezogen)  

Korrelation

Korrelation (correlation), Begriff aus der Statistik, der die Beziehung (Zusammenhang) zwischen zwei Variablen (z.B. zwischen der Sprungkraft und Sprunghöhe als positive Korrelation, zwischen der Armzugkraft und der Schwimmzeit als negative Korrelation) beschreibt. Die Intensität der Beziehung wird durch den Korrelationskoeffizienten (r) ausgedrückt, der zwischen +1 und -1 liegt, wobei Null auf keinen Zusammenhang und 1,0…

Korrelationskoeffizient

Korrelationskoeffizient (correlation coefficient) →Korrelation

Kortex

Kortex (cortex) →Hirnrinde

Kortikosteroide

Kortikosteroide (corticosteroides), Hormone der Nebennierenrinde, die in zwei Hauptgruppen unterteilt werden, die Glukokortikoide (verantwortlich für Stoffwechsel, Stressreaktion) und Mineralocortikoide (Regelung Wasser-Salz-Haushalt). Glukokortikoide werden als entzündungshemmendes Medikament bei Schädigungen am aktiven Bewegungsapparat genutzt. Ihr Einsatz ist aber fraglich, da sie bei längerer Anwendung das Immunsystem erheblich schwächen. Die Kortikosteroide stehen auf der Dopingliste, sind zwar als…

Kortisol

Kortisol/Cortisol (Hydrokortison) (cortisol), lebensnotwendiges Hormon der Nebennierenrinde, das katabol wirkt, Entzündungen hemmt, Glukoneogenese und Fettstoffwechsel fördert. Kortisol steigt bei Stress an und ist somit ein Indikator hoher (auch psychischer) Belastungen („Stresshormon“). Ein dauerhaft hoher Stresspegel führt in die „katabole Falle“. Es werden die Eiweißvorräte der Muskeln und in der Folge das Immunsystem angegriffen. Unter Stress…

Kraft

Kraft (force, strengh), ursprünglich nur auf Muskelspannung bezogen, wird heutzutage Kraft außerhalb der Physik auch als körperliche und geistige Eigenschaft (Willenskraft) verstanden. Kraft ist: Physikalisch das Produkt aus Masse und Beschleunigung (F = m ∙ a) eine konditionelle Fähigkeit, um äußere Widerstände durch Muskelaktionen zu überwinden, zu halten oder ihnen entgegenzuwirken. Selten ist über eine…

Kraft-Weg-Kurve

Kraft-Weg-Kurve (force-way-curve), Verfahren der biomechanischen Kraftdiagnostik, indem die Beziehung zwischen der aufgewendeten Kraft (F) und dem Zugweg (s1 –s2) grafisch dargestellt und damit der Verlauf der Kraft über den Weg registriert wird. Das Verhältnis wird im Schwimmen an der FES-Zugbank ermittelt und für die Kraftdiagnostik im Rahmen der KLD des DSV genutzt. Damit können typische…

Kraft-Zeit-Kurve

Kraft-Zeit-Kurve (force time curve), Verfahren der biomechanischen Kraftdiagnostik (→KLD), indem die Beziehung zwischen der aufgewendeten Kraft (F) und den beiden Zeitpunkten (t1 – t2) grafisch dargestellt und damit der Verlauf der Kraft über die Zeit registriert wird (→spezifisches Krafttraining). Apparative Voraussetzungen sind Kraftmessplatten (→Startblock, →Sprung) oder Kraft- bzw. Beschleunigungsaufnehmer (→FES-Armzuggerät). Mit der Kraft-Zeit-Kurve können Kraftstoß,…

Kraft, absolute

Kraft, absolute (strength, absolute), →Absolutkraft

Kraft, allgemeine

Kraft, allgemeine (strength, universal), Betrachtung der Kraft unter dem Blickwinkel der jeweiligen Sportart, in dem Sinne handelt es sich um unspezifische oder „sportartunabhängige“ Kraft. Da beim Schwimmen als Ganzkörperbewegung fast alle Muskelgruppen eingesetzt sind, sind die Grenzen zwischen allgemeiner und spezifischer Kraft nur schwerlich zu ziehen und mehr an die Identität mit der Schwimmtechnik gebunden…

Kraft, äußere

Kraft, äußere (force, external), abgeleitet von physikalischen Systemen kann zwischen inneren Kräften und äußeren Kräften unterschieden werden. Danach wirken  Innere Kräfte innerhalb eines Systems, während äußere Kräfte „von außen“ am System angreifen. In dem Sinne zählt zu den äußeren Kräften im Sport der Widerstand des Mediums in dem sich der Sportler bewegt (Luft, Wasser, Schnee)…

Kraft, innere

Kraft, innere (force, internal), hier nicht im Sinne von Selbstbewusstsein und innere Stärke (psychische Kraft), sondern als Komponente der Kraftfähigkeit: die Kraft, die innerhalb des menschlichen Körpers als Muskelkraft über die Knochenhebel als Drehmoment auftritt (→Hebelgesetz). Um aber den Körper zu beschleunigen, bedarf sie einer passiven äußeren Kraft. Donskoi (1975) unterscheidet drei Gruppen der inneren…

Kraft, mittlere

Kraft, mittlere (force, mean value of), „Mittelwert von zeitlich veränderlichen Kräften für einen bestimmten Zeit- oder Wegabschnitt." (Möser in Schnabel & Thieß, 1994, S. 484). Bei Stößen im Sport, z.B. einem Aufsprung oder Abstoß, können die dabei auftretenden mittleren Kräfte direkt mit einer Kraftmessplatte oder einem Beschleunigungssensor gemessen werden oder indirekt über die Geschwindigkeitsänderung und…

Kraft, reaktive

Kraft, reaktive (force, reactive), auch Reaktivkraft (Gegenkraft), die auf dem NEWTONschen Prinzip „actio et reactio“ beruht. Als eine Form der Kraftfähigkeit ist sie als Schnellkraft bekannt, wobei eine exzentrische Muskelaktion zur Verstärkung einer folgenden konzentrischen Aktion genutzt wird (→Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus). Die Reaktivkraft spielt eine Rolle bei Schnellkraftleistungen mit typischen Brems-Streck-Bewegungen wozu auch die Wende im Schwimmen…

Kraft, relative

Kraft, relative (relative strength), auch Relativkraft; Verhältnis der (Maximal-)Kraft eines Athleten zu seiner Körpermasse, welches Sportler untereinander vergleichbarer macht. Es kann aber vorkommen, dass durch die Zunahme der Muskelmasse beim Hypertrophie-Training die relative Kraft geringer ausfällt (Klein, M. 2000). Da im Wasser aber die Körpermasse fast aufgehoben wird, erlangt die relative Kraft nicht so eine…

Kraft, spezifische

Kraft, spezifische (strength, specific), Kraft der an einer bestimmten sportlichen Bewegung beteiligten Muskelgruppen, deren zielgerichtete Ausbildung meist dem Hochleistungstraining vorbehalten bleibt. Im Schwimmen betrifft das vor allem die Muskelgruppen, die den Armzug und den Beinschlag/-stoß realisieren (auch: schwimmspezifische Kraft). Zwischen spezifischer Kraft und Schwimmgeschwindigkeit besteht ein gesicherter Zusammenhang (u.a.Johnson, Sharp & Hedrick, 1993; Bradshaw &…