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Bewegungsentwurf

Bewegungsentwurf (motor plany), →Bewegungsprogramm (motorisches Programm, motorischer Plan)

Bewegungserfahrung

Bewegungserfahrung (motor experience), im Bewegungsgedächtnis gespeicherte Informationen über bisher ausgeführte eigene Bewegungshandlungen im Alltag, in Spiel, Tätigkeiten in Schule und Beruf sowie im Sport. Wichtig ist hierbei das bewusste Erleben vielfältiger Bewegungen, das wegen Bewegungsmangels bei der heutigen Jugend zunehmend verkümmert. Jede Bewegung wird auf der Grundlage alter Koordinationsverbindungen ausgeführt, je mehr „Fertigteile“ zur Verfügung stehen,…

Bewegungserziehung

Bewegungserziehung (movement education), Einsatz von Bewegungen in Verbindung mit erzieherischen Zielen wie z.B. im Sportunterricht oder im Training. Bewegungserziehung ist durch ihre enge Verbindung zu Formen der Wahrnehmung ein Schwerpunkt der Arbeit in den Kindertageseinrichtungen wie auch im Familiensport und durch folgende Ziele gekennzeichnet: →Körpererfahrung, materielle Erfahrung (Geräte), Selbsterfahrung und soziale Erfahrung (Zimmer, 2001). Bereits…

Bewegungsfertigkeit

Bewegungsfertigkeit (motor skill), „durch Lern- und Übungsvorgänge auf der Grundlage motorischer Fähigkeiten herausgebildete, weitgehend automatisierte Komponente der motorischen Tätigkeit“ (Hirtz, in Röthig & Prohl, 2003, S. 196) →Fertigkeit, motorische, →Leistungsfähigkeit, motorische

Bewegungsfluss

Bewegungsfluss (motor flow), Grad der Kontinuität des Bewegungsablaufs (Sport ABC), der beim Kleinkind noch wenig entwickelt, aber ab spätem Kindesalter bereits gut ausgeprägt ist (Meinel & Schnabel 2007). Gute Schwimmer zeichnen sich durch ein harmonisch abgestimmtes Verhältnis von „Arbeits“- (→Zugphase) und „Ruhe“-Phasen (→Gleitphase), von Arm- und Beinbewegungen aus und sichern damit einen möglichst kontinuierlichen Bewegungsfluss.…

Bewegungsform

Bewegungsform (movement form), Gestalt, Art und Weise einer Bewegung, z.B. gehem, laufen, schwimmen, klettern usw. Mit dem "Schlängeln" (Delfinbewegung) hat eine neue Bewegungsform das Schwimmen revolutioniert. In der Biomechanik versteht man unter Bewegungsform den geometrischen Verlauf von Bewegungen, die durch Ortsveränderungen (→Translation), wie z.B. der Bewältigung einer Strecke, oder durch Drehbewegungen (→Rotation) gekennzeichnet sind. Die…

Bewegungsfrequenz

Bewegungsfrequenz (movement rate) →Zugfrequenz  

Bewegungsgedächtnis

Bewegungsgedächtnis (motor memory), auch motorisches Gedächtnis;   „Funktionseinheit zur Speicherung und Reproduktion (Wiedergabe) von Informationen, die für die motorische Tätigkeit und das motorische Lernen von Bedeutung sind“. So werden die im Bewegungsgedächtnis gespeicherten Bewegungsprogramme beim motorischen Lernen und bei der Realisierung sportlicher Handlungen abgerufen und gleichzeitig neue Programme gespeichert (Mester, im Röthig & Prohl, 2003,…

Bewegungsgefühl

Bewegungsgefühl (movement feeling) →Bewegungsempfinden

Bewegungsgenauigkeit

Bewegungsgenauigkeit (movement accuracy; movement precision) → Bewegungspräzision

Bewegungsgesetze

Bewegungsgesetze (movement laws), Beschreibung der Wirkung von Kräften auf ruhende oder sich bewegende Körper, die NEWTON (1643-1727) erstmalig zu drei Gesetzen der Bewegung (Newtonschen Axiome) zusammengefasst hat: →Trägheitsgesetz (Inertialgesetz), →Beschleunigungsgesetz (Aktionsgesetz)und →Gegenwirkungsgesetz (Wechselwirkungs- oder Reaktionsprinzip) . →Massenpunkt   Mehr zum Thema: Küchler, J. (2015). Physikalische Grundlagen des Schwimmens. DSTV-Reihe, Bd.37, 7-20

Bewegungsgüte

Bewegungsgüte (motor quality), Belastungskomponente zur sporttechnischen Qualität einer Bewegungsausführung und damit wichtig beim Erlernen, Vervollkommnen und Stabilisieren der Schwimmtechnik. In den kompositorischen Sportarten (Wasserspringen, Synchronschwimmen, Gerätturnen, Eiskunstlauf..) in der Kombination von Schwierigkeit und Ausführungsqualität zugleich Gegenstand der Wettkampfwertung. →Güte der Bewegungsausführung

Bewegungshandlung

Bewegungshandlung (movement action), ziel- und zweckgerichtete Handlung (→Bewegungsregulation) als Grundlage sportlicher Bewegungen. Die Wortkombination berücksichtigt die Einheit von Handeln und Denken, womit die Bewegungshandlung in ihrem "realen Vollzug nur als unlösbare Einheit von Körper und Geist existiert" (Meinel & Schnabel 2007, S..17)

Bewegungsimpuls

Bewegungsimpuls (movement impulse) →Impuls

Bewegungsintensität

Bewegungsintensität (motor intensity) →Belastungsintensität

Bewegungskonstanz

Bewegungskonstanz (movement constancy), Merkmal der Wiederholungsgenauigkeit, Übereinstimmung wiederholter zyklischer oder azyklischer Bewegung, die charakterisiert wird durch ein geringes Maß an Abweichungen im räumlich-zeitlichen oder dynamischen Verlauf (→Kinematik). Dabei entfällt für den Schwimmer als "Einzelkämpfer" die schwierige Anpassung an die Bewegung der Partner wie im Synchronschwimmen oder Rudern. Hinzu kommt der Vorteil annähernd konstanter äußerer Bedingungen…

Bewegungskoordination

Bewegungskoordination (motor coordination), Sportliche Bewegungen setzen sich in der Regel aus mehreren Einzelbewegungen zusammen. Diese erfolgen nacheinander wie beim Sprung (Anlauf, Absprung, Flug, Landung) oder nebeneinander wie beim Schwimmen (Arm- und Beinbewegung). Sie folgen immer einem Bewegungsprogramm, dem ein Handlungsziel zugrunde liegt. Folglich verstehen wir unter Bewegungskoordination den „Prozess der abgestimmten Organisation von sportlichen Bewegungen,…

Bewegungskoordination im Alter

Bewegungskoordination im Alter (motor coordination for masters), die Bewegungskoordination verändert sich mit zunehmendem Alter und ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet: Jeder Trainer, der einmal einer Kindergartengruppe und zum anderen einer Seniorengruppe das Schwimmen gelehrt hat, kann das nachempfinden. Andererseits gibt es Beispiele aus dem Masterschwimmen, wo es besonders Späteinsteigern gut gelungen ist, die Schwimmarten zu…

Bewegungskopplung

Bewegungskopplung (movement coupling), durch die mechanischen Gegebenheiten des Bewegungsapparates bedingtes Zusammenspiel von Teilbewegungen, wie die Koordination von Arme und Beine im Schwimmen oder die Übergänge bei Start und Wende. Erscheinungsformen sind: Schwungübertragung, zeitliche Verschiebung von Teilbewegungen, Formen des Rumpfeinsatzes und Steuerfunktion des Kopfes. Letztere spielt besonders bei der Wasserlage, aber auch bei der Einleitung der…

Bewegungskorrektur

Bewegungskorrektur (movement correction), Bündel von Methoden zur Verbesserung von  Bewegungen, die nicht nur registrieren, sondern Hinweise zur Veränderung in folgenden Schritten anbieten: die Abweichung oder den Fehler erkennen (Beobachtung, Fachkompetenz), Vergleich der Beobachtung mit dem Leitbild, Ursachen ergründen, Weg zur Veränderung ableiten (gegebenenfalls prüfen, ob Korrektur erforderlich?, dabei Leistungsvoraussetzungen und Lernvermögen des Sportlers berücksichtigen), Korrekturmaßnahmen:…