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Beobachtungsfehler

Beobachtungsfehler (observational mistake), Fehler durch ungenaue Beobachtung, die auf Ermüdung, aber auch zu geringer fachlicher Qualifikation beruhen können und eine objektive Beurteilung gefährden. Typische Beobachtungsfehler sind: Fehler der zentralen Tendenz: unsichere Beobachter wählen bei einer Skalierung eher die Mitte als sich für die Extreme zu entscheiden, Milde Effekt: erfolgreiche Sportler werden im „besseren Licht“ gesehen,…

Beobachtungskriterium

Beobachtungskriterium (observational criterion), vorgegebenes Merkmal, das einen zu beobachteten Sachverhalt möglichst objektiv erfasst. Das können Alternativkriterien (Wie viel aller Endlaufteilnehmer haben Hock- oder Bückstart gemacht?) oder quantifizierbare Merkmale (→Skalierung) sein, die eine hohe Sachkenntnis des Beobachters erfordern. →Beobachtungsfähigkeit

Beobachtungslernen

Beobachtungslernen (observational learning), Lernprinzip, bei dem durch Beobachtung des Verhaltens anderer versucht wird, das eigene Verhalten zu ändern oder anzupassen (→Nachahmen). Deshalb spricht man auch vom Modell-Lernen oder sozialen Lernen. Besonders bei Kindern mit ihrem ausgeprägten Nachahmungsbedürfnis spielt das Beobachtungslernen eine große Rolle und der Trainer kann Zeit und Geduld sparen, vorausgesetzt er hat auch…

Beobachtungsprotokoll

Beobachtungsprotokoll (observational record), Aufzeichnung von Ergebnissen einer Beobachtung mit folgenden Angaben: Datum, Beginn und Ende sowie Bedingungen. Optimal ist eine Form, die unkompliziert eine weitere mathematisch-statistische Bearbeitung gewährt (z.B. Anzahl der Greif- und Schrittstats nach Disziplingruppen). Hierbei dienen Beobachtungsskalen der objektiven und standardisierten Einordnung der Daten. →Skalierung

Beratung

Beratung (counseling), kommunikativer Austausch zwischen Personen oder innerhalb von Gruppen zur Lösung von Aufgaben oder Problemen. →Kommunikation Eine erfolgreiche Beratung im Leistungssport setzt trainingswissenschaftliche Fachkompetenz, sportspezifische Feldkompetenz (→Erfahrung) und Sozialkompetenz voraus. Ziel der Beratung ist, Trainer und/oder Athlet zu helfen, ihre Probleme zu erkennen und zu lösen. Damit unterscheidet sie sich von der Betreuung, zu…

BERNOULLI-Prinzip

BERNOULLI-Prinzip (BERNOULLI-principle), bei Umströmung von Körpern kommt es zu unterschiedlichen Geschwindigkeiten des Wassers (der Luft), die auch zu Druckunterschieden führen. Beim Flugzeug bildet sich ein Staudruck unter der Tragfläche und ein Sog darüber. Durch die Druckunterschiede entsteht eine Querkraft, die als Lift, Hub oder im Wasser als hydrodynamischer Auftrieb (Hub) bezeichnet wird. Mit dem Liftphänomen…

Berufssportler

Berufssportler (professional) →Professional/Profi

Beschäftigung, geringfügige

Beschäftigung, geringfügige (minijob), Beschäftigungsverhältnis mit limitiertem Arbeitsendgeld bei zeitlicher Befristung (→Minijob). als geringfügig beschäftigt gilt, wer nicht mehr als 450 Euro im Monat verdient oder das pro Jahr zu erwartende Entgelt 5.400 Euro nicht übersteigt. Steuern und Krankenkassenbeiträge zahlt ausschließlich der Arbeitgeber. →Arbeitsrecht im Sport,  →Arbeitsvertrag Mustervertrag unter: https://www.vibss.de/vereinsmanagement/bezahlte-mitarbeit/mustervertraege-und-vereinbarungen/geringfuegige-beschaeftigung-als-sport-uebungsleiterin/ Mehr zum Thema: http://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/geringfuegige-beschaeftigung

Beschleunigung

Beschleunigung (a) (acceleration), Geschwindigkeitsveränderung in der Zeit; mit der Geschwindigkeit zusammen von GALILEI (1638) zur genaueren Beschreibung von Bewegungen (→Kinematik) eingeführt. Sie kann gleichmäßig oder ungleichmäßig verlaufen. Mathematisch ist Beschleunigung der Differentialquotient der  Geschwindigkeit nach der Zeit, in der Maßeinheit m.s-2. Wirkt der Vektor der Beschleunigung in Richtung des Geschwindigkeitsvektors wird der Körper schneller (1),…

Beschleunigungsfähigkeit

Beschleunigungsfähigkeit (accelerative ability), Fähigkeit, aus der Ruhe (Start) oder langsamer Bewegung maximal hoch und lange zu beschleunigen. Wichtige Voraussetzung ist ein hohes Niveau an Schnellkraft und eine gute Technik. Verbsserung der Beschleunigungsschnelligkeit heißt also erst einmal Erhöhung der Kraftfähigkeiten, wobei auf eine große Leistungsabgabe der entscheidenden Muskelgruppen mit hohem Intensitätsniveau orientiert wird (Schnabel et al.…

Beschleunigungsgesetz

Beschleunigungsgesetz (law of acceleration), Das Beschleunigungsgesetz beschreibt Zusammenhang und Abhängigkeit zwischen Kraft (F), Masse (m) und Beschleunigung (a):                                                                                                       F = m * a (N). Dabei ist die Größe der Beschleunigung (a) direkt proportional der Kraft (F) und indirekt prportional der Masse (m). a =F : m Das Beschleunigungsgesetz wird auch als Grundgesetz der Dynamik…

Beschleunigungsweg

Beschleunigungsweg (acceleration path), Weg des Körperschwerpunktes während einer beschleunigten Kraftwirkung in Bewegungsrichtung. Beim Schwimmen wird ein optimaler Beschleunigungsweg im Armzug erreicht, wenn die anatomisch möglichen Gelenkamplituden für einen langen Antriebsweg der Hand genutzt werden (Küchler, 2014, S. 141), d.h. weit vorn „Wasser fassen“, Beugung der Extremitäten in der einleitenden Phase und Hauptphase (Ellenbogen-Vorhalte) und ein…

Bestenermittlung

Bestenermittlung („best athlete“ competitions), Wettkampfform zur Ermittlung des/der Besten einer Disziplin, eines Jahrganges, eines Territoriums usw.; eigentlich ursprüngliches Anliegen des Wettkampfes. →Wettkampfsystem

Bestenliste

Bestenliste (ranking), Rangfolge von Leistungen oder Angeboten, wie Literatur-Bestsellerliste oder Angebote technischer Artikel nach bestimmten Qualitätsmerkmalen. Im Schwimmen die Rangfolge von Schwimmern/innen in einer Disziplin entsprechend der geschwommenen Zeiten getrennt nach Kurz (25m)- und Langbahn (50m). Die Bestenlisten werden für die offene Klasse oder nach Jahrgängen bzw. Altersklassen in der Regel auf ein Kalenderjahr bezogen…

Bestleistung

Bestleistung (record; best performance), höchste in einem Test oder Wettkampf erzielte Leistung für eine Mannschaft oder einen Sportler bezogen auf einen bestimmten Zeitraum (z.B. Jahres-Bestleistung., persönliche Bestleistung). Im Schwimmen in der Regel die Zeit in einer bestimmten Wettkampfdisziplin. Die Bestleistung spielt eine wichtige Rolle bei der Planung (→Belastungsintensität) und Auswertung von Test- und Trainingsergebnissen. Deshalb…

Bestrafung

Bestrafung (punishment), häufig angewandtes und oft fragwürdiges Erziehungsmittel, mit dem Ziel, dass Fehlverhalten eingesehen und abgestellt wird. Strafe unterdrückt aber eher Verhalten, statt es zu ändern. Ungeachtet dessen ist aber die Verletzung von Regeln und Normen zu ahnden (gelbe Karte). →Rollenlernen Die Bestrafung kann verschiedene Formen haben kann, wie z.B. die Abwendung von Aufmerksamkeit oder…

Beta-2-Agonisten

Beta-2-Agonisten (β2-agonists), aus der Tiermast bekannte Gruppe von Substanzen mit anaboler Wirkung (z.B. →Clenbuterol),  die in der Humanmedizin zur Bekämpfung vom Atemwegserkrankungen eingesetzt werden. Sie stimulieren die Beta-2-Rezeptoren,  erschlaffen dadurch die Bronchialmuskulatur und lindern so die Symptome eines Asthmaanfalls.  Hinweis der NADA (Stand 15.03.2016): Die inhalative Anwendung der Substanzen Salbutamol, Salmeterol und Formoterol ist nicht…

Betreuung, sportmedizinische

Betreuung, sportmedizinische (sports-medicine caresports-medicine care), Die sportmedizinische Betreuung ist dem Leitbild der Vereinigung der deutschen Sportmediziner (DGSP) unterstellt „Gesundheit im Sport -Gesundheit durch Sport und Bewegung“. Sie umfasst  „die tägliche Begleitung des Trainings im Sinne der Prävention, die Überwachung und Steuerung der Belastung (→Leistungsdiagnostik, →Trainingssteuerung) sowie der täglichen Regeneration bis hin zur Gesundheitsberatung und Aufklärung…

Betreuung, sportpsychologische

Betreuung, sportpsychologische (care, mental), psychologische Unterstützung von Sportlern, Mannschaften und Trainern durch Sportpsychologen, um die individuelle Handlungsfähigkeit in Training und Wettkampf zu verbessern. →Coaching Die sportpsychologische Betreuung sollte folgende Grundvoraussetzungen erfüllen: Vertrauen schaffen zu Sportler und Trainer Unterstützung durch die Leitung (Cheftrainer, Bundestrainer, Mannschaftsleiter und Eltern bei jungen Sportlern) Aufnahme der Maßnahmen in die Trainingsplanung…

Betriebsstoffwechsel

Betriebsstoffwechsel (energy metabolism), Stoffwechsel, der die zur Aufrechterhaltung des Lebens erforderliche Energie liefert. So ist die für sportliche Bewegungen aktivierte Muskulatur an Energieträger wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße gebunden. Der Betriebsstoffwechsel ist eng mit dem Baustoffwechsel verflochten. Besonders im Kindesalter ist bei extremen Beanspruchungen Vorsicht geboten, da die erhöhten Anforderungen an den Betriebsstoffwechsel zu Lasten…